MARKTKAFFEEKLATSCH KLATSCH

Virus im Depot




Und wieder mal hat es mich erwischt. Statt 100% in Cash zu sein war mein Wikifolio zu mindestens 50% gefüllt.
Klar, einige Fonds mit Ansparmodus konnten nicht einfach so verkauft werden um den weiteren Cost-Average
Effekt nicht zu gefährden. Im Nachhinein fragt man sich ob das sinnvoll war.
Rückblickend war die Lage recht verlockend. Trotz
Meldungen aus China stiegen die Märkte weiter an. Da jedem mittlerweile bewusst gewesen sein
sollte dass irgendwann eine recht heftige Korrektur stattfinden wird habe ich die Stopp-Loss-Orders für Aktien
und Zertifikate enger gesetzt. Nur: Mit so einer Korrektur in einer so kurzen Zeit hätte niemand gerechnet.
Also fühlte ich mich relativ wohl und war der Meinung die Virussache wird wohl keine großen Auswirkungen auf
das Marktgeschehen haben. Bis dann schließlich Fakten geschaffen wurden. Der Abstieg kam rasant und ich
kam kaum nach mit schauen welche Position nun schon wieder ausgestoppt wurde. Da ein Stopp-Loss
zum nächst möglichen Kurs ausgeführt wird lag es auf der Hand dass bei "Kursstürzen" von teilweise
10% und mehr der Ausführungskurs der Stopp-Loss- Order teilweise sehr weit vom gedachten Wert entfernt lag.
Somit bleibt nur als Merksatz aus den Ereignissen über den Schreibtisch zu hängen: Es kommt meistens
anders als man denkt und dazu manchmal noch schlimmer als man sich es vorstellen kann.